| Irisches
Schiff
Im Millenniumsjahr wird in Irland der Originalnachbau des
Auswandererschiffes "Jeanie Johnston" vom Stapel laufen.
Für die Beplankung der 35 m langen Barke wurden Lärchen aus Kärnten
verwendet. Während im Frühjahr im irischen Hafen Tralee die
Arbeiten am Schiffsgerippe rasch voran gingen, war man immer noch
auf der Suche nach der geeigneten Beplankung. Wunschsortiment: Lärchenbohlen,
200 Stück, minimaler, zopfseitiger Kerndurchmesser
40 cm, bis 15,5 m lang und in "Schiffsplankenqualität"
- gerade, gesund, feinastig, weitestgehend harzfrei. Die
Originalbeplankung war aus Oregon Pine.
Als Hauptgrund für den Wechsel zur europäischen Lärche nennen
die irischen Schiffsbauexperten ihre Salzwasserfestigkeit. Nach
vergeblicher Suche am europäischen Markt wurde man schließlich
in Kärnten fündig. Es war der Kärntner Auswanderer Hans Josef
Steiner, der sich der Diversität der heimischen Wälder besann
und Kontakte zur Forstdirektion Foscari-Widmann-Rezzonico knüpfte.
Gemeinsam mit anderen Forstverwaltungen unter anderem der Orsini
Rosenberg`schen Forstverwaltung
in Globasnitz, konnten
die benötigten Mengen bereitgestellt werden. Größte
Schwierigkeit: die Bringung der Giganten. Per LKW erfolgte der
Transport nach Irland. Das Segelschiff wird im kommenden Jahr eine
lange Reise nach Nordamerika antreten und dort zwei Jahre lang die
Nordamerikanische Ostküste besegeln.
Auszug aus der "Österreichischen Forstzeitung" von
9/99
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